Vitamine gegen Krebs

Vitamine gegen Krebs, das ist ein heikles Thema. Die Meinungen von Experten gehen dabei weit auseinander. Deutschland ist kein Mangelgebiet was Vitamine und Nährstoffe betrifft, ausgeschlossen davon sind allerdings Jod, Folsäure und Fluor. Bestimmte Lebensmittel werden seit einigen Jahren mit diesen Stoffen angereichert und es bleibt die Frage, ob das nicht in wenigen Jahren auch schon mit Vitaminen passieren wird.

Laut einer großangelegten Studie hat jedoch jeder Zweite einen Vitaminmangel, vor allem in Bezug auf Vitamin D und E. Dem gegenüber stehen zahlreiche Studien, die sich mit Vitamine gegen Krebs befasst haben. Bevor wir uns diese Studien näher ansehen muss gesagt werden, dass sich dabei alle Studien künstlich hergestellte Vitamine zu nutze gemacht haben.

Pillen statt ausgewogener Ernährung

Es wäre vermutlich auch wesentlich schwieriger, eine Studie durchzuführen, in der eine ausgewogene Ernährung eine Rolle spielt. Viele Vitamine und Mineralstoffe ergänzen und bedingen sich gegenseitig und die Natur hat es so schlau eingerichtet, das bei einer abwechslungsreichen und gesunden Ernährung möglichst viel davon aufgenommen und auch verwertet werden kann. Das ist bei künstlich hergestellten Vitaminen schlichtweg nicht der Fall.

Im Gegenteil, einige Studien mussten zur Sicherheit der Probanden sogar abgebrochen werden. 2018 wurde die Wirkung von Vitamin A in Tablettenform an Rauchern in der CARET-Studie getestet, die ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs haben. Die Rate derjenigen, die tatsächlich an Lungenkrebs erkrankten stieg statt zu sinken und das bedeutet das Aus für die Studie.