Vitamin E schützt vor freien Radikalen

2018 musste eine Studie (SELECT) abgebrochen werden, die sich mit Prostatakrebs und Vitamin E sowie Selen beschäftigte. Die Probanden bekamen Vitamin E, eine Kombination aus Vitamin E und Selen, nur Selen oder eine wirkungslose Pille. Die Gruppe mit Vitamin E erkrankte häufiger an Prostatakrebs, die Selengruppe neigte nun plötzlich zu Diabetes.

Hier muss man wissen, dass natürliches Vitamin E wie es in Ölen sowie Nüssen und Samen vorkommt aus 16 unterschiedlichen chemischen Verbindungen besteht. Das Vitamin E in der Studie bestand nur aus 8 chemischen Verbindungen. Vitamin E ist zudem auf Vitamin C angewiesen, um seine Aufgaben als Antioxidans wahrzunehmen und die Zellen vor freien Radikalen zu schützen.

Mehr Schaden als Nutzen?

Wie man sieht ist es nicht so einfach, pauschal zu sagen, Vitamine gegen Krebs seien wirkungslos, ja sogar gefährlich. Einig sind sich alle in folgendem: Künstlich hergestellte Vitamine können mehr schaden als nutzen und Krebspatienten sollten immer Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Einige Vitamine beziehungsweise die Inhaltsstoffe der Tabletten können zu unerwünschten Wechselwirkungen führen und andere Medikamente beeinflussen.

Auch die Wirkung von Vitamin D zur Krebsprävention wurde in einigen Studien untersucht. Vitamin D hat in den letzten Jahren einen echten Boom erlebt und überall wird über dessen Wichtigkeit diskutiert. 2019 erst wurde der tägliche Bedarf an Vitamin D von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung neu berechnet und nach oben abgepasst.

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