Vitamin E als Gefäßschutz

Ebenfalls zuständig für das Fangen von freien Radikalen ist Vitamin E. Doch das ist nicht alles was es kann denn Vitamin hat auch die Aufgabe, Oxidation im Körper, vor allem in den Gefäßen, zu verhindern. Oxidation muss man sich vorstellen wie Rost bei metallischen Gegenständen. Die ehemals glatte Oberfläche wird rissig, verliert an Stabilität und wird porös. So haben Stoffe wie Fette oder auch Blutkörperchen leichtes Spiel und können an der Oberfläche haften.

Das wiederum führt zu einer Art Verstopfung, bei der zuerst kleine Gefäße betroffen sind – und gerade die Gefäße an den Augen sind sehr eng. Kommt aufgrund der Verstopfung kein Blut und damit kein Sauerstoff mehr hin sterben die Zellen dahinter ab. Das wiederum hat eine eingeschränkte Sehkraft zur Folge.

Vitamin E fängt also nicht nur die freien Radikalen sondern hält auch noch die Wände der Gefäße geschmeidig und glatt, so dass sich dort nichts ablagern kann. Vitamin E ist vor allem in fetten Ölen, Nüssen und Samen zu finden. Neben Vitaminen für die Augen gibt es auch noch mehr, was man für die Augengesundheit tun kann. Beispielsweise lassen sich durch gezielte Augenübungen die Muskeln dort ebenso stärken wie im restlichen Körper.

Vitamin E schützt vor freien Radikalen

2018 musste eine Studie (SELECT) abgebrochen werden, die sich mit Prostatakrebs und Vitamin E sowie Selen beschäftigte. Die Probanden bekamen Vitamin E, eine Kombination aus Vitamin E und Selen, nur Selen oder eine wirkungslose Pille. Die Gruppe mit Vitamin E erkrankte häufiger an Prostatakrebs, die Selengruppe neigte nun plötzlich zu Diabetes.

Hier muss man wissen, dass natürliches Vitamin E wie es in Ölen sowie Nüssen und Samen vorkommt aus 16 unterschiedlichen chemischen Verbindungen besteht. Das Vitamin E in der Studie bestand nur aus 8 chemischen Verbindungen. Vitamin E ist zudem auf Vitamin C angewiesen, um seine Aufgaben als Antioxidans wahrzunehmen und die Zellen vor freien Radikalen zu schützen.

Mehr Schaden als Nutzen?

Wie man sieht ist es nicht so einfach, pauschal zu sagen, Vitamine gegen Krebs seien wirkungslos, ja sogar gefährlich. Einig sind sich alle in folgendem: Künstlich hergestellte Vitamine können mehr schaden als nutzen und Krebspatienten sollten immer Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Einige Vitamine beziehungsweise die Inhaltsstoffe der Tabletten können zu unerwünschten Wechselwirkungen führen und andere Medikamente beeinflussen.

Auch die Wirkung von Vitamin D zur Krebsprävention wurde in einigen Studien untersucht. Vitamin D hat in den letzten Jahren einen echten Boom erlebt und überall wird über dessen Wichtigkeit diskutiert. 2019 erst wurde der tägliche Bedarf an Vitamin D von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung neu berechnet und nach oben abgepasst.