Prämenstruelles Syndrom: Symptome, Ursachen und Hilfe

Als prämenstruelles Syndrom, kurz PMS genannt, wird eine Hormonmangelkrankheit bezeichnet, die mit dem monatlichen Zyklus der Frau zusammenhängt. Die Symptome treten regelmäßig kurz vor der Menstruation, auf.

PMS

Dabei sind physische und psychische Symptome zu beobachten. Physisch äußert sich PMS z. B. durch Migräneanfälle, Übelkeit, Schwindelanfälle und Hautprobleme. Was Frauen mit PMS aber oft besonders zu schaffen macht, sind die psychischen Auswirkungen: Depressionen und Weinkrämpfe, unkontrollierte Wutausbrüche und Angst bis hin zu Selbstmordgedanken kündigen die kommende Menstruation an. Nicht alle Symptome sind bei jeder betroffenen Frau vorhanden oder im selben Maße ausgeprägt. Die Diagnose “Prämenstruelles Syndrom” kann aber gestellt werden, wenn die Anzeichen regelmäßig kurz vor der Periode auftreten.

Ursachen für das prämenstruelle Syndrom

Was aber sind die Gründe dafür, dass eine liebevolle und intelligente Frau ihr Wesen regelmäßig für einige Tage im Monat ins Gegenteil verkehrt? Mediziner halten verschiedene Ursachen für möglich. So kann PMS psychosomatischer Natur sein, einem Flüssigkeitsstau im Körper zugrundeliegen oder Unterzuckerung, Stress, Vitaminmangel, Progesteronmangel oder Prolaktin-Überschuß als Ursache haben. Bei Letzterem handelt es sich um ein Hormon, das in der Hirnanhangdrüse produziert wird. Trotz der vielen Vermutungen sind die Gründe für PMS nicht völlig geklärt. Fest steht aber, dass jede Frau davon betroffen sein kann.

Katharina Dalton, britische Ärztin und Buchautorin, befand als Ursache für die Diagnose “Prämenstruelles Syndrom” Progesteronmangel. Sie schrieb in ihrem Buch, dass selbst Königin Victoria von England unter heftigen PMS-Attacken litt. Die amerikanische Zeitschrift “Patient Care” veröffentlichte eine PMS-Statistik, die aussagt, dass die Zahl der PMS-Betroffenen mit zunehmendem Alter steigt. Während in jungen Jahren nur etwa 15 Prozent aller Frauen unter PMS leiden, sind es im Alter zwischen 30 und 40 Jahren schon 60 Prozent. Außerdem zeigt die Untersuchung, dass Fehlgeburten und Wochenbettdepressionen oft als Auslöser für PMS anzusehen sind.

Natürliche Hilfe

Im Kampf gegen PMS gibt es verschiedene Möglichkeiten, u. a. auch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Liegt ein Vitaminmangel vor, kann eine Vitamin-B6-Spritze Abhilfe schaffen, die vom Arzt verabreicht wird. Manchmal hilft die Einnahme von Kalzium und Magnesium gegen Krämpfe vor der Periode. Die tägliche Dosis sollte etwa 250 mg betragen. Eine weitere Hilfe, die viele Anhänger findet, ist die Einnahme von Nachtkerzenöl. Auch die regelmäßige Einnahme von Mönchspfeffer hilft gegen PMS, kann aber eine Gewichtszunahme verursachen. In sehr schwierigen Fällen verordnen Ärzte Psychopharmaka. Diese Behandlung wird aber meist nur für kurze Zeit aufrechterhalten, weil es sich um abhängig machende Medikamente handelt. Eine weitere Alternative ist die Progesteron-Therapie. Die Gabe von Progesteron hat schon vielen Frauen geholfen, jedoch nicht allen. Hierbei ist zwischen synthetischem und natürlichem Progesteron zu unterscheiden. Während synthetisches Progesteron die Symptome verstärken kann, empfinden viele Frauen die Einnahme von natürlichem Progesteron als hilfreich. Dieses Hormon befindet sich auch in Sojabohnen und Süßkartoffeln. Die tägliche Dosis beträgt etwa 200 bis 400 mg.