Freie Radikale werden von Vitamin C gefangen

Wichtig ist außerdem der Part von Vitamin C als Fänger von freien Radikalen. Mehrere tausend Male am Tag werden unsere Zellen von freien Radikalen attackiert, die versuchen hineinzugelangen und ihr zerstörerisches Werk zu beginnen. Das gilt für die Haut ebenso wie Schleimhäute aber auch die Augen.

Licht fördert die Bildung von Sauerstoffradikalen und da Licht für die Augen unerlässlich ist, ist hier die Konzentration an Vitamin C besonders hoch – und zwar bis zu 50 Mal höher als im Blut. Damit freie Radikale es möglichst schwer haben sollte man auf eine gute Versorgung mit Vitamin C achten, wenn man seine Augen schützen und pflegen will. Vitamin C findet sich in Sauerkraut, Kohl, Paprika und Zitrusfrüchten.

Riboflavin schützt die Linse

Vitamin B 2 oder auch Riboflavin hat unter anderem die Aufgabe, die Linse im Auge zu schützen. Ist nicht genügend Riboflavin vorhanden gehen Eiweiße in der Linse zugrunde und das Auge wird trüb. Ein Mangel an Vitamin B 2 kann so Grauen Star verursachen, eine Augenkrankheit, die allerdings noch durch zahlreiche weitere Faktoren beeinflusst wird. Riboflavin ist in Milchprodukten, Eiern, Vollkornbrot und grünem Gemüse zu finden.

Vitamin C ist nicht nur eines der empfindlichsten Vitamine sondern auch eines der wichtigsten. Es ist egal um welches Problem es sich handelt, fast immer wird Vitamin C gebraucht und sei es nur, um andere Vitamine in ihrer Arbeit zu unterstützen. Ähnlich wie Magnesium dient es als Booster und macht die anderen Vitamine erst fit für ihre Aufgaben oder päppelt sie wieder auf wenn sie schwach sind.

Vitamin E schützt vor freien Radikalen

2018 musste eine Studie (SELECT) abgebrochen werden, die sich mit Prostatakrebs und Vitamin E sowie Selen beschäftigte. Die Probanden bekamen Vitamin E, eine Kombination aus Vitamin E und Selen, nur Selen oder eine wirkungslose Pille. Die Gruppe mit Vitamin E erkrankte häufiger an Prostatakrebs, die Selengruppe neigte nun plötzlich zu Diabetes.

Hier muss man wissen, dass natürliches Vitamin E wie es in Ölen sowie Nüssen und Samen vorkommt aus 16 unterschiedlichen chemischen Verbindungen besteht. Das Vitamin E in der Studie bestand nur aus 8 chemischen Verbindungen. Vitamin E ist zudem auf Vitamin C angewiesen, um seine Aufgaben als Antioxidans wahrzunehmen und die Zellen vor freien Radikalen zu schützen.

Mehr Schaden als Nutzen?

Wie man sieht ist es nicht so einfach, pauschal zu sagen, Vitamine gegen Krebs seien wirkungslos, ja sogar gefährlich. Einig sind sich alle in folgendem: Künstlich hergestellte Vitamine können mehr schaden als nutzen und Krebspatienten sollten immer Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Einige Vitamine beziehungsweise die Inhaltsstoffe der Tabletten können zu unerwünschten Wechselwirkungen führen und andere Medikamente beeinflussen.

Auch die Wirkung von Vitamin D zur Krebsprävention wurde in einigen Studien untersucht. Vitamin D hat in den letzten Jahren einen echten Boom erlebt und überall wird über dessen Wichtigkeit diskutiert. 2019 erst wurde der tägliche Bedarf an Vitamin D von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung neu berechnet und nach oben abgepasst.